März 2018

Sie waren vor kurzem zu Gast bei unserem Bundespräsidenten, Frank Walter Steinmeier. Wie kommt man zu einer solchen Ehre?

Vom Bundespräsidialamt kommt einmal im Jahr die Anfrage an die Bundesländer, Personen vorzuschlagen, die sich in besonderer Weise für die Gesellschaft engagieren. Mich hat der Oberbürgermeister der Stadt Landau, Thomas Hirsch, vorgeschlagen. Begründet hat er seinen Vorschlag mit meinem Verdiensten rund um das Landauer Stabhochsprung-Meeting, für das ich mich seit 2011 im Organisationsteam engagiere und das ich seit 2016 leite. Wir holen jedes Jahr Weltklasse-Athleten nach Landau, die man sonst nur im Fernsehen bei den Olympischen Spielen zu Gesicht bekommt. In diesem Jahr findet das Stabhochsprung-Meeting am 4. Juli in der Event-Arena auf dem Neuen Messplatz statt.

Wie hat sich der normale Bürger das vorzustellen: Eingeladen im Schloss Bellevue? Was findet da statt, was ist anders als bei Ihnen zu Hause?

Nun, der Sitz den Bundespräsidenten ist doch etwas pompöser als meine Wohnung, allerdings wohnt er dort nicht -). Am Tag des Neujahrsempfangs fand ein sogenanntes Defilee statt - dieses konnten wir übrigens am Abend vorher "üben". Der Empfang an sich war sehr herzlich und so persönlich wie möglich gestaltet. Es gab eine kurze Begrüßung und dann ein gemeinsames offizielles Foto.

steinmeier-schober-selfie Was hat Sie besonders beeindruckt?
Sich mit dem Bundespräsidenten in einem solchen Rahmen unterhalten zu können, ist schon etwas Besonderes. Da ist man ja einer von siebzig deutschlandweit in dem Moment. Herr Steinmeier hat nichts Einschüchterndes an sich, ich konnte ihn sogar scherzhaft zum Stabhochsprung-Meeting nach Landau einladen, wobei ich zugleich auch – wegen der Sicherheitsbestimmungen – um etwas Vorlaufzeit bat. Daraufhin sagte er: "Gerne würde ich auch mitspringen, aber da muss ich wohl noch etwas abnehmen".

Auch mit seiner Frau habe ich sehr interessante Gespräche über meinen Sport und meine Arbeit im Projekt der „Wasser 3.0“ führen können. Nach dem gemeinsamen Mittagessen konnte ich ein Selfie mit dem Bundespräsidenten machen.

Sie sind ein erfolgreicher Stabhochspringer und waren 2013 Deutscher Hochschulmeister. Was steht als nächstes auf Ihrer sportlichen Agenda?

Mein ganz großes Ziel ist die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften. Ich bin mit 5,20 m in diesem Winter persönliche Bestleistung gesprungen. Normalerweise hätte ich mit dieser Höhe an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen können. Leider sprang ich die Höhe fünf Tage zu spät, die Meldefrist war abgelaufen. Das Resultat war, dass ich trotz eines 9. Platzes in der Deutschen Rangliste nicht mehr bei den Deutschen Meisterschaften zugelassen wurde. Das werde ich nun im Sommer nachholen.

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Wir wünschen viel Erfolg, wollen auf dem Laufenden gehalten werden, freuen uns, wenn Sie gelegentlich beim Sport und bei Wettbewerben das Uni-T-Shirt tragen und hoffen natürlich auf Fotos...
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Dennis Schober hat am Campus Landau zunächst einen Bachelor in Umweltwissenschaft erworben. Zurzeit macht er berufsbegleitend sein Diplom in einem Fernstudiengang des ZFUW am Campus Koblenz.